Die Speicherstadt – Hamburgs Lagerhaus-Bezirk

Nicht nur Touristen knipsen sich hier die Finger wund: Die Speicherstadt gehört für die Hanseaten zum schönen Alltag und ist eine beliebte Anlaufstelle für tolle Fotoaufnahmen und Museumsbesuche. Der Bezirk mit den Lagerhäusern hat eine lange und besondere Geschichte, die auch heute noch interessant ist und die Gegend prägt. Vom Grand Elysée Hotel aus kann die berühmte Speicherstadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von 20 Minuten erreicht werden. Erfahren Sie hier, warum sich ein Besuch lohnt!

Das Fotomotiv eines jeden Hamburg-Besuchs

Eindrucksvolle Gebäude mit Erkern und Türmen, die im Wasser der Kanäle reflektiert werden, alte Brücken und die wilhelminische Backsteinoptik der Gründerzeit: die Speicherstadt in Hamburg weiß architektonisch und historisch sowohl Touristen als auch Einheimische zu verzaubern.

Der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt entstand im 19. Jahrhunderts, zwischen 1883 und Ende der 1920er Jahre, auf tausenden Eichenpfählen errichtet und erstreckt sich auf rund 26 Hektar. Die Speicherstadt liegt im nordöstlichen Teil des Hamburger Hafens, zwischen Deichtorhallen und Baumwall, und ist ein beliebtes Fotomotive jeder Hamburg-Reise; ein Abstecher hier hin darf bei keinem Hamburg-Besuch fehlen.

Speicherstadt in Hamburg

Geschichtsträchtiger Lagerhauskomplex

Im Jahr 1871 trat Hamburg dem Deutschen Kaiserreich bei, doch die Stadt blieb weiterhin Zollausschlussgebiet. Der endgültige Anschluss Hamburgs war für Oktober 1888 geplant, doch es dauert noch etwa sieben weitere Jahre, um die für den Handel notwenigen Lagerkapazitäten rund um den damaligen Freihafen zu schaffen. Zuvor mussten rund 1100 Wohnhäuser abgerissen werden, um den erforderlichen Platz für die Lagerhäuser zu schaffen; so wurde der Ausspruch der „Freien und Abrissstadt Hamburg“ von dem ehemaligen Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichwark, geprägt.

Am 29. Oktober 1888 weihte Kaiser Wilhelm II. die Speicherstadt am sogenannten „Kaisertag“ offiziell ein, trotzdem wurde sie wegen des Ersten Weltkrieges erst im Jahr 1927 fertiggestellt. Auch während des Zweiten Weltkrieges musste die Speicherstadt leiden und Teile wurden zerstört, die bis 1967 wieder aufgebaut wurden. Seit 1991 steht die Speicherstadt unter Denkmalschutz.

Speicherstadt Hamburg bei Nacht

Der Hafenspaziergang als Erlebnis

Die Speicherstadt hat auch heute noch vieles zu bieten und beherbergt eine Vielzahl spannender Freizeitangebote für jedes Alter. Erste Anlaufstelle sollte das Speicherstadtmuseum sein, das interessante Details des Bezirks bereithält und den Besucher in die ursprüngliche Atmosphäre des Lagerhausviertels entführt. Ein Abstecher hier hin lohnt sich immer, bevor man die Speicherstadt auf eigenen Pfaden erkundet.

Neben dem beliebten Miniatur Wunderland und dem Hamburg Dungeon kann man sich im Deutschen Zollmuseum über Zollgeschichte und Schmuggel in Hamburg informieren.

Auch ein gemütlicher Abendspaziergang durch die Hafencity und die Speicherstadt sollte ein Programmpunkt während des Besuchs in Hamburg sein. Denn nachts wird die Speicherstadt durch Lichtkunst-Installationen wunderschön beleuchtet und taucht die historischen Gebäude in ein zauberhaftes Licht.

Weltkulturerbe Speicherstadt

Im Jahr 2015 gab es in Hamburg Anlass zur Freude: Die UNESCO nahm die Speicherstadt zusammen mit dem angrenzenden Kontorhausviertel (inklusive dem Chilehaus) in die begehrte Liste auf. Das UNESCO-Komitee begründet die Aufnahme damit, dass es sich bei der Speicherstadt rund um das Kontorhausviertel um ein hervorragendes Beispiel von Gebäuden und Ensembles handelt, die einen oder mehrere bedeutsame Abschnitte der Menschheitsgeschichte versinnbildlichen. Somit ist die Speicherstadt schon das 40. UNESCO-Weltkulturerbe Deutschlands und das erste in Hamburg!

Gleich den Fotoapparat einpacken und die Speicherstadt erobern.

Wir wünschen viel Spaß!

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